Weihnachtspause und gute Vorsätze

Jaja, der Wochenrückblick… Und der Wochenplan… Hat nicht geklappt. Aber es war ja nun auch Weihnachten. Zeit für Ente, Roastbeef, Gans, Raclette. Immerhin gibt es bei Oma immer echtes Bio-Fleisch. Aufm Dorf kauft man nämlich einfach vom Nachbarn gegenüber. Die Enten wohnen dort wie sie immer gewohnt haben auf großen Wiesen. Das alles ohne, dass dort jemand darüber nachdenkt oder auf “bio” achtet. 

Jetzt wird es erstmal ein bisschen Salat und Gemüsesuppe geben. Quasi zur Regeneration. Bis es dann Sylvester wieder ordentlich etwas zum Schlemmen gibt. 

Die Vorsätze fürs nächste Jahr sind aber klar. Die Umsetzung noch nicht. Mein Freund ist ganz schön dick geworden und möchte abends nun nicht mehr so viel essen. Er isst mittags mit den Kollegen. Ich muss zum Glück nicht auf meine Figur achten und tendiere eher dazu demnächst mittags nur noch etwas kleines zu essen und abends warm. Es gibt aber bestimmt Varianten, die mich satt und den Göttergatten nicht dick machen. 

Außerdem liegt es mir am Herzen die Fertigprodukte noch weiter zu verbannen. Zwar haben wir nie mit Fixtüten oder Maggi gekocht aber zum Beispiel Gemüsebrühe kommt hier oft zum Einsatz. Ich schmecke sie mittlerweile sehr stark heraus und werde nun versuchen selbst Gewürzpaste herzustellen. Dazu habe ich einen sehr schönen Link entdeckt. 

Der Wunsch das ein oder andere besser zu machen beschränkt sich aber natürlich nicht nur auf das Thema der Ernährung. Schon lange lese ich Nunu Kallers Blog “ichkaufnix”. Wie der Name schon sagt geht es darum einfach mal nichts zu kaufen. Konkret hat Nunu ein Jahr lang auf neue Kleidung verzichtet. Ein Jahr ohne neue Kleidung kommt bei mir nicht in Frage. Nicht weil ich so shoppingsüchtig bin – im Gegenteil. Ich liebe zwar schicke Sachen, hasse aber shoppen. Meine Kleidung passt fast vollständig in einen 50cm breiten Pax. Und Schuhe? Ein sauberes Paar für Büro und Soziales und ein bequemes und praktisches zum Spazieren gehen, für die Uni und fürs Pferd reicht doch? Ok, pro Saison natürlich. Ich habe aber wirklich wenig. Das was ich habe ist aber oft vom Textilschweden. Ich nehme mir nicht vor das im kommenden Jahr vollständig zu vermeiden aber ich möchte gerne Alternativen finden und ausprobieren. 

Das ein oder andere selber stricken oder nähen oder zumindest ein bisschen was reparieren – auch das ist für das kommende Jahr geplant. Nähmaschine und Wolle lagen sogar unterm Weihnachtsbaum. 

Mehr Vorsätze gibt es dann am ersten Januar! 

Freitagessen bis Mittwochessen

Ich hab mir ja fest vorgenommen zu bloggen, was ich so esse. Eine Zeit werde ich das auch noch versuchen durchzuhalten. Das schwierige ist nur, sich immer alles zu merken. Was gabs eigentlich Freitag?

Abends gab es irgendwelche Reste. Ein bisschen Möhre, ein bisschen Kartoffel, ein bisschen Frischkäse. So spannend war es nicht und einige Reste wurden dann auch nicht mehr aufgegessen aber immerhin – es waren alles Sachen die dringend weg mussten. Morgens? Mittags? Keine Ahnung!

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Samstag erinnre ich auch nicht mehr so wirklich. Abends waren wir eingeladen. Da gabs Chilli con Carne.  ❤ Lange nicht gegessen und doch immer wieder gut. Außerdem gab es jede Menge Käse, mit Senf wie sich das gehört.

Sonntag waren wir zum Grünkohlessen eingeladen. Mit Kohlwurst. Ohne Frage auch ganz großartig.

Montag war ich mittags beim Chinesen und habe brav auf Fleisch verzichtet. Abends gab es dann die Reste vom Grünkohl. Die Familie packt ja immer fürsorgliche Care Pakete.

Dienstag gab es unfassbar geniales Buffet. Ein kleines Stück Pute hab ich mir genehmigt. Ansonsten, Antipasti, Nudeln, Gratin… <3<3<3

Heute gabs ein Laugenrötchen von der Tankstelle (für erstaunlich günstige 40 Cent). Morgens um 5.30 ist das sowieso erlaubt. Mittags gabs PIZAA! Und abends die Reste vom Brötchen. Außerdem zwischendrin 3 Möhren.

 

 

Finde den Fehler

Fragt man ein Kind, ob es gerne ein technisches Gerät bekommen würde, was seine Hausaufgaben erledigt oder sein Zimmer aufräumt wäre die Antwort wohl eindeutig.

Fragt man einen deutschen Arbeitnehmer, ob er gerne ein Gerät bekommen würde, welches seine Arbeit erleichtert oder ersetzt, so ist es die Antwort ebenso eindeutlich, fällt aber anders aus. Wir Erwachsene haben Angst unsere Arbeit zu verlieren. Obwohl? Hat wirklich die durchschnittliche Putzfrau Angst nicht mehr putzen zu dürfen? Oder der Logistiker Angst in Zukunft keine Pakete mehr durch die Gegend tragen zu dürfen? Offensichtlich ist es nicht die Angst die Arbeit zu verlieren, sondern die Angst kein Geld mehr zu bekommen.

Das Geld ist aber noch da. Die Maschine erarbeitet es. Sie arbeitet sogar deutlich mehr, ist schneller, fehlerfreier, nie krank und völlig ohne Urlaubsansprüche. Man könnte der Arbeiten sagen sie können sich bei vollem Gehalt, Kaffee und Keksen in den Pausenraum setzen und trotzdem würde der Gewinn der Unternehmen steigen. Gelegentlich könnte auch mal jemand die Maschine putzen.

Stellen sie sich das mal vor! Und starten sie den Selbstversuch. Einfach mal eine Kaffepause einlegen, wenn der Kopierer im Büro für sie kopiert oder der Computer für sie rechnet. Wie lange hätten sie gebraucht alle Seiten abzuschreiben? Eine Woche? Und ihr Kopierer braucht nur 5 Sekunden? Na, warum dann nicht die freie Woche genießen?

Wie jetzt? Geht nicht? Der Wettbewerbsdruck? Und überhaupt, so viel führe heute ja keiner mehr bezahlen wie das Endprodukt dann kosten würde!

Aber was ist eigentlich der Wert einer Sache? Dass Geld ein schlechter Barometer ist, hat die Geschichte gezeigt. Man denke nur an die große Inflation. Man könnte versuchen den Wert festzustellen, indem man die Materialien und die Arbeitszeit auspreist. Ganz folgerichtig müsste der Wert eines Gebäudes also sinken, je kürzer die Arbeitszeit der Ingenieure ist. Wer also das Glück hat monatelang beim Bau zuzusehen, darf auch gerne mehr zahlen. Wer das Haus im Handumdrehen bezugsfertig hat, zahlt natürlich weniger. Ist doch ganz klar, oder? Sieht man doch schon bei der Elbphilharmonie und beim Berliner Flughafen.

Wie jetzt? Ihr Turbohäuschen war teuer? Dann ergibt sich der Wert vielleicht doch anders? Der Wert eines jeden Dings wird bestimmt durch den Nutzen, den es für den Käufer bringt oder zu bringen scheint. So birgt eine Brücke die über das Wasser zwei Länder verbindet vielen Menschen etwas und ist dementsprechend wertvoll. Eine Brücke auf der Grünen Wiese hat vermutlich kaum einen Wert, egal wie viel edler Stahl in ihr verarbeitet ist. Wird sie als Kunstwerk entdeckt, kann der Wert aber plötzlich ins unermessliche steigen.

Wenn eine Brücke also heute den selben Nutzen für den Investor hat wie vor 100 Jahren, dann ist sie doch auch noch genau so viel wert, oder nicht? Und wenn sie noch genauso viel Wert ist, dann kann man theoretisch auch noch genauso lange dem Arbeiter seinen Lohn bezahlen, wie es damals möglich war. Und wenn man das könnte, warum wirbeln wir dann hektisch durchs Büro, anstatt Kaffee zu trinken und dem Kopierer zuzusehen? Wettbewerb… Günstiger, schneller, besser soll es sein.

Aber wozu? Produkte die möglichst schnell kaputt gehen, weil der Konsumstrom nicht wackeln darf. Produkte die aus der Fabrik in den Müll wandern um dem Nachfolger Platz zu machen. Überhaupt Tonnen von Müll. Burnout, Armut. Man hat beinahe das Gefühl irgendwann trifft einen entweder das eine oder das andere.

Die Politik ist vorbereitetet – einmal alles auf Wachstum bitte.

Rückblick und Vorblick

Ein Tagesfazit ist mit zu aufwendig. Nun gibt es hier also ein Fazit für die Woche.

Ich bin recht zufrieden, da es wenig Ausfälle gab. Keine bestellte Pizza, kein Nothalt bei den leuchtenden zwei Buchstaben. Ich habe einen Wochenplan gemacht und mich auch weitestgehend dran gehalten. Die Portionen waren zu groß, so dass es Resteessen gab und nicht alle Rezepte ausprobiert wurden. Weggeworfen habe ich aber nur die letzten Risottoreste. Da hab ich mich in der Menge völlig vertan.
Es fällt mir überhaupt nicht mehr schwer in der Hauptmahlzeit ohne Fleisch auszukommen. Beim Brotaufstrich allerdings schon. Ich mag einfach wahnsinnig gerne herzhaften Brotaufstrich. Mal sehen, ob ich mal was vegetarisches selber mixe.
Saisonal, günstig und vegetarisch finde ich noch schwierig. Viele vegetarische Rezepte die ich kenne fordern Sommergemüse. Mit ein bisschen Übung im Kochen wird das aber bestimmt besser.
Ich stehe sehr auf Aufläufe mit viel Sahne und viel Käse. Der Mann im Haus ist aber ziemlich kugelig geworden, so dass ich mal sehen werde, ob man das reduzieren kann. Ist im Winter natürlich blöd.

Nun ist es ja schon wieder Sonntag. Ich habe mir Gedanken für einen Wochenplan gemacht. Dabei ist immer das Abendessen gemeint. Mittags gibt es Nudeln oder Reste oder ich gehe mit Kollegen Essen.

Montag: Gemüselasagne

Dienstag: Asiatische Kohlsuppe

Mittwoch: Bandnudeln mit Tomate Gorgonzola Sauce

Donnerstag: Kartoffelgulasch

Freitag: Gemüsesuppe

Am Wochenende sind wir bestimmt irgendwie eingeladen, daher plane ich lieber noch nicht.

Samstagsessen

Samstags gibt es immer im Stall eine Möhre zum Frühstück. 😀

Anschließend waren wir bei meiner Oma eingeladen. Dort gab es Putenbraten mit Bohnen, Ananas, Birne und Kartoffeln. Anschließend Tiramisu.
Das Fleisch kommt vom Metzger nebenan. Ohne Biosiegel aber mit Tieren vom Kleinbauern im Dorf. Immerhin.

Abends haben wir versucht die Reste der Woche zu verbrauchen. Tomaten und Quark mussten weg. Es gab Tomaten-Mozarella Salat und Brot mit Quark und Kräutern.

Freitagessen

Was gabs eigentlich Freitag?

Das Frühstück habe ich ausfallen lassen.

Mittags war ich zuhause und habe eingekauft. Nudeln mit so einer Barilla Sauce und *schäm* Zwiebelmett *schäm*. Ich habe eine unfassbare Schwäche für Zwiebelmett mit ordentlich Zwiebeln und gerne auch ohne Brot. Wo andere einen Schokoflash bekommen, kriege ich einen Mett-Flash. Es gab also Nudeln mit Sauce und zum Nachtisch dann Zwiebelmett. 😀
Seit ich bewusst auf Plastik bzw. Müll achte, merke ich wie unfassbar extrem unsere Verpackungen mittlerweile sind. Nudeln in Plastikfolie macht ja noch Sinn aber warum muss Mett in kleinen Portionsbechern sein und anschließend mit Pappe verpackt werden? Ja es gibt auch Mett nur in Folie aber in diesen Rollen bleibt die Hälfte vom Mett hängen. Auch nicht besser.

Abends habe ich mich im Stadion erfolgreich beherrscht und keine Currywurst gegessen sondern anschließend eine Ofenkartoffel mit Sour Cream.

Und am Ende ziehen wir alle nach Totnes

Drüben beim Herrn Buddenbohm (warum kann man / ich eigentlich nicht direkt verlinken?) gibt es wöchentlich interessante Links zu Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und allem was dazu gehört.

Neulich schickte mich Herr Buddenbohm also nach Totnes. Im Geiste zumindest, denn seit dem ich den Artikel las, wünsche ich mich nach Totnes.

Wieso, weshalb und warum könnt ihr hier nachlesen: http://www.geo.de/GEO/natur/green-living/transition-town-testfall-totnes-63941.html?p=1

Diese kleine Stadt in England macht es also anders. Eigentlich macht sie einfach nicht mehr mit. Macht ja auch Sinn, hat meine Mutter schon gesagt. Wenn die anderen etwas spielen, was dir keine Freude macht, dann mach einfach nicht mehr mit.
Klingt eigentlich ganz leicht. Fragt man sich nur, warum da bisher nur dieses kleine Städtchen drauf gekommen ist?
Haben sie den Link gelesen? Und gedacht “das klingt gut” und danach gleich gedacht “na, ob das man funktioniert?”. Wenn ja, dann geht es ihnen wohl wie mir. Hier in unserer Stadt ginge das natürlich nicht. Nene, wie sollte das auch funktionieren. Das ist nur was für die anderen. Toll ist es aber schon.

Verrückt ist das! Warum sehen wir etwas, finden es toll, tun es aber nicht, weil es vielleicht unter Umständen nicht funktionieren könnte? Warum versuchen wir es nichtmal? Oder fangen klein an und äußern es bloß? Fest gefangen im Korsett des unmündigen Bürgers, der überzeugt ist, dass es anders als so wie es ist einfach nicht geht? Obwohl er weiß, dass es ginge, wenn die anderen nur wollten?

Und wenn wir irgendwann feststellen, dass es so wie es ist nicht geht, dann ziehen wir alle nach Totnes, weil wir merken, dass es anders doch geht?