Samstagsessen

Samstags gibt es immer im Stall eine Möhre zum Frühstück. 😀

Anschließend waren wir bei meiner Oma eingeladen. Dort gab es Putenbraten mit Bohnen, Ananas, Birne und Kartoffeln. Anschließend Tiramisu.
Das Fleisch kommt vom Metzger nebenan. Ohne Biosiegel aber mit Tieren vom Kleinbauern im Dorf. Immerhin.

Abends haben wir versucht die Reste der Woche zu verbrauchen. Tomaten und Quark mussten weg. Es gab Tomaten-Mozarella Salat und Brot mit Quark und Kräutern.

Freitagessen

Was gabs eigentlich Freitag?

Das Frühstück habe ich ausfallen lassen.

Mittags war ich zuhause und habe eingekauft. Nudeln mit so einer Barilla Sauce und *schäm* Zwiebelmett *schäm*. Ich habe eine unfassbare Schwäche für Zwiebelmett mit ordentlich Zwiebeln und gerne auch ohne Brot. Wo andere einen Schokoflash bekommen, kriege ich einen Mett-Flash. Es gab also Nudeln mit Sauce und zum Nachtisch dann Zwiebelmett. 😀
Seit ich bewusst auf Plastik bzw. Müll achte, merke ich wie unfassbar extrem unsere Verpackungen mittlerweile sind. Nudeln in Plastikfolie macht ja noch Sinn aber warum muss Mett in kleinen Portionsbechern sein und anschließend mit Pappe verpackt werden? Ja es gibt auch Mett nur in Folie aber in diesen Rollen bleibt die Hälfte vom Mett hängen. Auch nicht besser.

Abends habe ich mich im Stadion erfolgreich beherrscht und keine Currywurst gegessen sondern anschließend eine Ofenkartoffel mit Sour Cream.

Und am Ende ziehen wir alle nach Totnes

Drüben beim Herrn Buddenbohm (warum kann man / ich eigentlich nicht direkt verlinken?) gibt es wöchentlich interessante Links zu Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und allem was dazu gehört.

Neulich schickte mich Herr Buddenbohm also nach Totnes. Im Geiste zumindest, denn seit dem ich den Artikel las, wünsche ich mich nach Totnes.

Wieso, weshalb und warum könnt ihr hier nachlesen: http://www.geo.de/GEO/natur/green-living/transition-town-testfall-totnes-63941.html?p=1

Diese kleine Stadt in England macht es also anders. Eigentlich macht sie einfach nicht mehr mit. Macht ja auch Sinn, hat meine Mutter schon gesagt. Wenn die anderen etwas spielen, was dir keine Freude macht, dann mach einfach nicht mehr mit.
Klingt eigentlich ganz leicht. Fragt man sich nur, warum da bisher nur dieses kleine Städtchen drauf gekommen ist?
Haben sie den Link gelesen? Und gedacht “das klingt gut” und danach gleich gedacht “na, ob das man funktioniert?”. Wenn ja, dann geht es ihnen wohl wie mir. Hier in unserer Stadt ginge das natürlich nicht. Nene, wie sollte das auch funktionieren. Das ist nur was für die anderen. Toll ist es aber schon.

Verrückt ist das! Warum sehen wir etwas, finden es toll, tun es aber nicht, weil es vielleicht unter Umständen nicht funktionieren könnte? Warum versuchen wir es nichtmal? Oder fangen klein an und äußern es bloß? Fest gefangen im Korsett des unmündigen Bürgers, der überzeugt ist, dass es anders als so wie es ist einfach nicht geht? Obwohl er weiß, dass es ginge, wenn die anderen nur wollten?

Und wenn wir irgendwann feststellen, dass es so wie es ist nicht geht, dann ziehen wir alle nach Totnes, weil wir merken, dass es anders doch geht?

Donnerstagessen

Wahnsinn, nun blogge ich schon den vierten Tag in Folge. Sogar mit Bild. Ist aber auch eine einfache Aufgabe. Aufschreiben was man gegessen hat – das schafft man ja.

Frühstück gab es mal wieder nicht.

Zum Mittag war ich heute beim Italiener. Pizza Margherita. Das geht ja immer. Brav ohne Fleisch und so.

Abends wurde dann schnell ein bisschen Feta gebacken. Mit Tomate und Zwiebeln, wie sich das gehört.

Ich habe es sogar fotografiert. Sieht nicht so appetitlich aus, war aber lecker. Ich staune ja immer, wie schöne Bilder die Foodblogger zustande bringen. Fotografisch würde ich das bestimmt hinbekommen aber sobald ich das Essen aus der Form entferne zerfällt es meist.

Fotothese-2

Vegetarisch ist es wohl aber sonst auch nicht so optimal. Tomaten im Winter sind irgendwie nicht wirklich sinnvoll. Finde es aber gar nicht so leicht schöne winterliche vegetarische Rezepte zu finden. Eintopf, Suppe, Eintopf? Und sonst so?

Für so ein bisschen Feta und ein paar Stücke Tomate und Zwiebel produziert man übrigens ordentlich Müll. 2 Plastikpackungen und eine Tüte.

Fotothese

Das Risotto haben wir heute weggeworfen. Sowas ärgert mich ja immer massiv. Es war einfach viel zu viel. Am dritten Tag schmeckte es einfach nicht mehr. Ich glaube das gibt es länger nicht mehr, habe heute versucht Reste reinzuzwingen. Bäh!

Mittwochessen

Heute lässt sich recht einfach zusammen fassen

Frühstück – ausgefallen

Mittag – letzte Reste vom Auflauf und Reste vom Risotto

Abends – ein Brot mit Teewurst. Mit Plastik, mit Fleisch, ohne bio, ziemlich lecker.

 

Dienstagsessen

Zum Frühstück gab es ein Nutellabrot. Eigentlich stehe ich gar nicht so sehr auf Schokolade. Wie fair ist überhaupt Nutella? Kurzes googlen führte zur Ansicht – nicht fair, nicht bio. Wenig überraschend. Nun gut. Brot war auch drunter… Aber im Ernst, mit dem Brot beschäftige ich mich irgendwann anders. Bis dato ist es einfach Brot.

  • + vegetarisch
  • + wenig Plastik
  • – Nicht bio
  • – Nicht fair

Mittags hab ich mir Reste eingeworfen. Also Kartoffel-Rosenkohl-Auflauf.

Abends gab es dann Risotto. Mein erstes selbstgemachtes Risotto. Hat tatsächlich gut geschmeckt. Ein bisschen zu salzig war es. Ansonsten durchaus brauchbar. Auch der Lieblingsmann bekundete Zufriedenheit, mittlerweile vermute ich aber er tut das grundsätzlich – aus Taktik. Schließlich muss man mich immer etwas motivieren.

Für das Rezept habe ich deutlich mehr Flüssigkeit gebraucht als vorgegeben. Irgendwas habe ich wahrscheinlich falsch gemacht. Da es aber trotzdem lecker war merke ich mir fürs nächste mal mehr Flüssigkeit bereit zu stellen.

Rezept gibt es hier:

http://www.chefkoch.de/rezepte/83071032442976/Risotto-mit-Spinat-und-Gorgonzola.html

  • 150 g Blattspinat
  • 1 Schalotten
  • 1 Zehen Knoblauch
  • 125 g Reis
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 50 ml Weißwein
  • 1 großer Löffel Mascapone
  • Parmesan
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

Spinat blanchieren oder auftauen. Schalotten und Knoblauch in Öl anschwitzen. Den Reis dazu geben und leicht glasig werden lassen. Einen Teil der Brühe hinzugeben. Temperatur soweit runter, dass es nur noch leicht köchelt. Immer wieder Brühe hinzufügen. Umrühren. Nach 20min ist der Reis gut gequollen. Dann Mascapone und Weißwein dazu geben. Umrühren. Spinat und Parmesan dazu geben. Umrühren. Evtl. nachwürzen. Umrühren. Fertig.

Man kann den Frischkäse und den Parmesan auch weglassen, dann ist es sogar vegan.

  • + vegetarisch
  • + Spinat und Risotto in bio
  • – Plastik: Tüte des TK-Spinates, Netz um die Schalotten, Netz um den Knoblauch, Tüte um den Reis, Mascarponeverpackung, Parmesanverpackung

Nach dem Essen gab es dann noch furchtbar süße, klebrige Chococrossis. Wild gefuttert aber nicht wirklich Freude dran gehabt. Komisch, dass man es trotzdem nicht lassen kann.

 

 

Montagsessen

Bio, öko, plastikfrei, vegetarisch, regional, überlegt, sparsam?

All das sind wir nicht. Viel zu oft wird unüberlegt und schnell irgendwas besorgt. Essen ist da so ein Thema. Es soll besser werden. Nicht sofort, nicht radikal sondern entspannt, mit Raum für das restliche Leben – doch aber bewusst. Ich schreibe daher einfach für mich ein bisschen was auf – was es so gab und was mir gefällt. Demnächst dann auch mit Foto. Mal sehen, wie lange ich durchhalte. Vorerst beschränke ich mich auf das Thema Ernährung.

Frühstück: Frühstück ist ja nicht so meins. Heute gab es ein paar Müslireste mit Milch.

  • +vegetarisch
  • +Resteverwertung
  • -Plastik: Tüte ums Müsli, Tetrapack
  • -Milch nicht bio

Mittag: Momentan gehe ich meist vom Büro aus mit meinen Kollegen essen. Das ist nicht sparsam, nicht öko und nicht optimal aber ich arbeite dort nicht mehr lange und genieße den Austausch in der Mittagspause. Wir sind zum Currywurst Stand ums Eck. Ich habe mich – trotz der hervorragenden Currywurst, die dort angeboten wird – für eine Kürbissuppe entschieden.

  • + vegetarisch
  • + saisonal
  • – Plastik: Suppenbecher und Besteck
  • – bestimmt nicht bio

Abendessen: Es gab heute nach einem Chefkoch-Rezept einen gelungenen Kartoffel-Rosenkohl-Auflauf. Das ist ein brauchbares, einfaches Rezept. Ich fand es super, der Herr im Haus allerdings nicht so, wie er nachträglich gestand.

Rezept:

  • 8 kleine Kartoffeln
  • 300 g Rosenkohl
  • 1,5 Becher Schmand
  • 3 Eier
  • 200 g Käse gersapelt
  • Salz und Pfeffer
  • Muskat

Kartoffeln und Rosenkohl schälen, in Scheiben / Hälften schneiden und kochen. Anschließend in eine Auflaufform geben. Schmand, Eier, Salz, Pfeffer und Muskat mischen und drüber gießen. Geraspelten Käse drauf verteilen und 30min bei 200°C in Backofen.

Quelle: http://www.chefkoch.de/rezepte/785361181807988/Rosenkohl-Kartoffel-Gratin.html

  • + vegetarisch
  • + saisonal
  • + günstig
  • – Plastik: Kartoffelnetz, Rosenkohlnetz, Schmandbecher, Käsetüte
  • – nicht bio (außer den Eiern)

Fazit: Eigentlich bin ich ganz zufrieden. Das Essen war recht sparsam, vegetarisch, saisonal und gesund. Beim Frühstück werde ich zukünftig versuchen Bio-Milch zu kaufen. Müsli ist plastikfrei kaum möglich, daher nehme ich das erstmal in Kauf.

Mittags bin ich immer etwas abhängig davon, wo der Rest hingeht. Allerdings stört mich das Plastikbesteck schon recht stark, wenn ich so drüber nachdenke. Daher werde ich höchstens einmal die Woche zu einem Stand gehen. Es bleibt ja die Möglichkeit alleine woanders hinzugehen.

Abends fand ich auch in Ordnung. Kartoffeln in Netzen zu kaufen widerstrebt mir etwas aber lose habe ich sie bisher nur im Bioladen gesehen. Kartoffeln kaufe ich nicht im Bioladen. Mir ist es zu teuer alles Bio zu kaufen und Kartoffeln sind etwas, was ich als regionales Supermarktgemüse vertretbar finde.

Schmand kenne ich auch nur im Becher.

Geriebener Käse ist eigentlich eine Sünde. Weichkäse wie Gouda selbst zu reiben macht aber wirklich keine Freude und das Gericht fällt dann schnell nicht mehr in den Bereich “schnell”.